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Ein klirrend kalter Morgen folgt auf klirrend kalte Nacht, die Dunkelheit im Nacken spürend, die Gedanken noch immer in der Vergangenheit hängend, scheiternd und allein. Augen auf und hoffen es war ein Traum mit der Gewissheit, es wird nie einer sein, es war nie einer, mein Gegenüber scheint zu keinem ehrlichen Wort fähig. Gegenüber? Gemeinsam? Das war es ebenfalls nie, es war ein einander fremd sein und es nicht wissen. Jahr für Jahr tiefer und doch nie anders und doch nie weiter entfernt als einfach nur weg. Und weg sein, ja das wollte ich allzu oft, nur weg, weg aus dem was ist und sein würde.

Erinnerungen rasen heute vorbei, Züge des Alltags voller stummer Seelen, im Jetzt, an ihm, an mir, an frischer Gemeinsamkeit, an der Welt vorbei. Unbeachtet und doch kann man den leeren Blicken niemals vollends ausweichen, links liegen lassen, die Kälte macht es erträglich, aber nicht besser. Damals sah die Zukunft so anders aus, nun bin ich hier zwischen Zwangsbekuschelung in rollenden Blechkisten und endlosem Fallen und einem Hauch von sonnengelber Wärme. Ganz klein und zart schimmert sie neben mir und zwickt mich dann und wann, schwer zu ignorieren, schwer sie zu ertragen? Nein, schwer sie anzunehmen, aufzunehmen, zu erwidern ……… Die Zukunft sah nie schwer aus, denn das ist sie auch nicht, schwer ist nur nicht begreifen zu können sie so zu malen wie sie an einem vorbeirollen soll, tanzend und schwingend und voller kleiner Momente mit wachen Augen.

Und jetzt vertreibt die Sonne den klirrend kalten Morgen da draußen, Himmelsäste schwingen leise im Takt der frischen Luft, die sanft zum Gruß hereinspaziert und sie trägt diesen einen Gedanken mit sich …

c003

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