Schlagwörter

, , , , , , ,

Die erste Nacht durchgeschlafen nach schier endlosen Jahren der durchdachten und quälenden nächtlichen Zeiträume. Sonst morgens ein Blick in den Spiegel und das schmückende Vogelnest am Hinterkopf lässt erahnen wie oft man sich hin und her gewälzt haben mag. Diesmal konnte man fast nicht erkennen ob ich nun morgens schon frisiert war oder eben nicht. Natürlich ist es wirklich praktisch nicht immer sofort einschlafen zu können und selten die Nacht ohne Unterbrechungen zu erleben, so kommen einem Gedanken die man aufschreiben kann, so beschäftigt man sich ggf mit der Hausarbeit oder man plant die nächsten Tage. Hinderlich ist es allerdings mehr, denn Schlaf, wenn er fehlt oder unterbricht, ist einfach nicht zu ersetzen. Und ob die Gedanken die einen in die Schlaflosigkeit treiben immer denkenswert sind sei einmal dahin gestellt. Denn sind es nicht genau die Gedanken die man gern vergessen, überwinden, verarbeiten möchte? Diese einen Gedanken die einen bis in die wertvolle Erholungspause vom Alltag verfolgen, die Schmerz verursachen und Lebensfreude rauben. Die Gedanken, die das Leben einengen und behindern, die dafür sorgen, dass wir nicht erkennen was wirklich zählt. Es ist eben nicht: gedacht, gespeichert, weiter …… es ist eher: gedacht, gedacht, verrückt. Tagsüber alles gut, alles schick, die Gedanken sind weit weg in der letzten Nacht und in der davor und davor, tagsüber verdrängt und glücklich? Nein sicher nicht glücklich, allenfalls betäubt. 
Und nun kommt ein Mann daher, mir sehr verbunden, helfend mit allen verfügbaren Händen und sendet mir, vielleicht mit einer Ahnung, vielleicht auch nicht, einen ziemlich unaufregenden YouTube Link mit dem Wunsch eine gute Nacht zu haben. Mutig wie ich nun einmal bin (leises Gelächter im Hintergrund, aber ey, ich fühl mich grad echt mutig!!) habe ich mich in die verbale Welt der Einschlafunterstützung  begeben und was soll ich sagen?? Ich bin VOR dem Ende friedlich hinweg geschlummert und bin erst wieder erwacht, als mich die Kopfhörer in den Ohren gekitzelt haben und dringend entfernt werden wollten. So weit so gut. Nun mag man denken, dass danach kein weiterschlafen möglich war, denn einmal wach ist wach, auch wenn das ausstöpseln und weglegen nur wenige Sekunden gedauert hat, aber Fehlanzeige! Kaum hatte ich meine Augen wieder geschlossen überkam mich das gleiche wohlige, wärmende und sanft dahin schleichende Gefühl wie zuvor und ich schlief erneut ein. 

Kann es denn wirklich und wahrhaftig so einfach sein? Beruhigende langsame Worte, deren Aussage nicht allzu wichtig ist, von einer fremden Männerstimme mit ebenso ruhiger Musik untermalt und schon regt es zum Schlafen und Träumen an? An dieser Stelle ein klares und waches JA von meiner Seite! Man muss sich lediglich darauf einlassen und beginnende Zweifel über Bord werfen. 

Nur wie kann das sein? Und gerade bei dieser Fragestellung kam mir die Antwort fast schlagartig in den Sinn. Es ist Geborgenheit die mich so sicher und sanft umgeben hat, wie sie ein Kind verspürt, dessen Mutter es behütend an ihr Herz drückt um zur guten Nacht ein umarmendes Lied zu singen.

Gern teile ich diesen Link mit euch, für diejenigen die ähnlich mutig wie ich auch gern einmal richtig schlafen wollen oder diejenigen unter euch die einfach nur neugierig sind oder diejenigen mit Erfahrung die einfach Mal eine andere Stimme brauchen.

https://youtu.be/w-oYl-S73z0
Ich wünsche euch eine herrliche und traumhafte Nacht voller liebevoller Geborgenheit!

Advertisements